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Kann Fluch des Osiris das Endgame-Problem von Destiny 2 lösen?

Veteranen von Destiny 1 haben das zentrale Problem von Destiny 2 schon früh kommen sehen: Durch den Wegfall der Zufallsrolls auf Waffen braucht man jedes Item in Destiny 2 nur ein einziges Mal. Denn das gibt es nur in genau einer Version, die Perks stehen fest.


Der zentrale Kritikpunkt bei Destiny 2 ist somit: Das Endgame fehlt.

Bungie wollte Destiny 2 zu einem “Sammel-Spiel” umgestalten, hat aber gerade beim Sammeln gehörig abgespeckt.

160 Waffen statt 1800 Varianten – Destiny 2 speckt als Sammelspiel ab

Auf reddit hat ein Spieler ausgerechnet:

  • Vanilla Destiny 2 hat 160 legendäre Waffen mit festgelegten Perks.
  • Vanilla Destiny 1 hatte nur 60, aber durch die Zufalls-Rolls gab es 1800 Varianten.

Durch den Wegfall der Zufallsroll entfällt der Sammel-Aspekt von Destiny 2. Vielspieler haben schnell ihren Setzkasten mit allen Items voll und keinen Grund mehr, weiterzuspielen. In Destiny 1 konnte man immer wieder einzelne Waffen gegen bessere Versionen derselben Waffe austauschen. Der Setzkasten brauchte ewig, um gefüllt zu werden. Die Spieler hatten Ziele.


Dabei brauchte es in Destiny 1 keinen wirklichen Grund, optimale Items zu sammeln. Es gab nichts in Destiny, was eine „perfekte Waffensammlung“ benötigt hätte. Die Spieler wollten es einfach und spielten dafür aberhunderte Stunden dieselben Inhalte. Das war okay, weil das Gunplay so fantastisch war.


Diese Inhalte gibt es auch in Destiny 2, das Gunplay ist auch noch fantastisch, nur fehlt der Grund, die Inhalte wieder und wieder zu bestreiten.

Das Schweigen der Entwickler

Bei Bungie wusste man schon länger, dass es hier Probleme geben würde. Man versprach, „aufregende Ideen zu entwickeln“, um doppelte Items interessanter zu gestalten. Allerdings fanden diese Ideen wohl nie ihren Weg ins Spiel.

Eine Diskussion darüber blieb Bungie schuldig.


Stattdessen wurde der Unmut der Spieler immer lauter und schließlich gab es Ende Oktober die Ankündigung: „Neue Systeme und Belohnungen zu finden, um den engagiertesten Spieler etwas zu tun zu geben.“


Doch auch darüber schweigt Bungie seitdem.

Fluch des Osiris schon zu lange in Entwicklung

Am 5. Dezember soll mit Fluch des Osiris der erste DLC zu Destiny 2 erscheinen. Die englischsprachige Seite PC-Gamer hatte bereits die Gelegenheit, diesen DLC anzuspielen, ist aber wohl durch eine komplizierte Verschwiegenheitserklärung nicht frei, völlig darüber zu berichten.


Man warnt allerdings Fans davor, zu erwarten, der DLC könne alleine das Endgame von Destiny 2 fixen. Laut PC Gamer sei das DLC schon lange in Entwicklung und man könne hier nicht erwarten, dass auf das Feedback der Spieler zu Destiny 2 vollends eingegangen wird.


Hoffnung gibt es aber. PC Gamer spricht von einem „Update“, an dem das Live-Team von Destiny 2 arbeitet. Hier sollten „einige der Balance-Änderungen“ enthalten sein, die Bungie in Aussicht gestellt hat.

Das ist das “Season”-Update, das auch zahlreiche neue Items bringen soll und den Cash-Shop neu bestückt.


Interessant ist, dass der Retter von Destiny 2 wohl Chris Barrett sein soll, der Game Director von Haus der Wölfe und Rise of Iron. Von dem dachten wir bislang, er könne auch der Game Director von „Fluch des Osiris“ sein. Dem ist allerdings wohl nicht so. Im letzten Stream hat man Dan Miller als Game Director enthüllt.


Der ist auch schon ewig bei Bungie, war vor 10 Jahren Mission-Designer bei Halo und rückt jetzt wohl erstmals in eine Führungsrolle.

Barrett hat also eine andere Position.


Das könnte im besten Fall heißen, dass Chris Barrett ins Live-Team gewechselt ist und hier daran arbeitet, Destiny 2 zu fixen. Über den schlimmsten Fall denken wir lieber gar nicht nach. Der würde eine Lösung erst später in 2018 vorsehen.


Fluch des Osiris wird das Endgame-Problem nicht lösen. Allerdings gibt es eine, wenn auch kleine Chance, dass der dazugehörige kostenlose Patch einige der Problem angeht.


Quelle: mein-mmo.de

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