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Politik entdeckt Gaming für sich – GroKo verhandelt eSports

Ja, Politik ist eigentlich etwas, mit dem wir Euch selten behelligen – aus gutem Grund. Sie ist zu kontrovers und hat selten was mit Gaming zu tun. In den aktuellen Verhandlungsgesprächen zur möglichen Großen Koalition geht es aber auch um uns: die Spieler.

Zwar steht noch nicht einmal fest, ob unsere neue Regierung überhaupt Schwarz/Rot sein wird. Dennoch hat sich bereits die „Arbeitsgemeinschaft Digitales“ zusammengefunden, bestehend aus Dorothee Bär (CSU), Lars Klingbeil (SPD) und Helge Braun (CDU). Sie diskutieren vor allem vier Themen:

  • Breitbandausbau: In den kommenden Jahren soll die Regierung 10-12 Milliarden Euro in den Ausbau eines Glasfasernetzes stecken: Schnelles Internet Ahoi!
  • Netzneutralität: Alle Inhalte sollen weiterhin gleich behandelt werden. Jeder, der zahlt, soll die gleiche Relevanz haben.
  • Daten-Ethik: Für Themen wie Netzpolitik, Datenschutz und Digitalisierung soll eine neue Kommission ins Leben gerufen werden.
  • Arbeitsmarkt: Um einen Mangel an Fachkräften auszugleichen, soll ein Zuwanderungsgesetz verabschiedet werden.

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Die GroKo setzt das E vor den Sport

Neben den teilweise abstrakten Plänen arbeitet die Arbeitsgemeinschaft auch an einem konkreten Plan. Laut Dorothee Bär müssten „Computerspiele endlich den Stellenwert bekommen, den sie längst haben sollten.“


Deutschland und Europa sind in dieser Hinsicht noch ziemlich hintendran. Bisher ist der eSports hier nur begrenzt angekommen und geht meist in Events anderer Sportarten wie Fußball unter. Die Arbeitsgemeinschaft Digitales will das aber nun ändern – und den eSports auch hier ankommen lassen.

  • Die Pläne sehen vor, eSports-Teams als gemeinnützig einzustufen. Dadurch werden sie regulären Sport-Teams angeglichen und müssten unter anderem weniger Steuern zahlen. Das macht es entsprechenden Teams und Organisationen leichter, sich zu etablieren.
  • Ein Nebeneffekt, auf den die AG damit abzielt, ist die Aussicht auf eSports als olympische Disziplin. Das olympische Komitee denkt über diese Entscheidung schon länger nach, und Deutschland könnte bei dieser Entscheidung nachhelfen.


Quelle: mein-mmo.de

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